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Apostolische Kirche Berlin  -  Ursprung und Geschichte

Ihren Ursprung hat die Apostolische Kirche in der Erweckungsbewegung von Wales im Jahre 1904/05. Es entstanden damals an vielen Orten in Wales, aber auch in Schottland, Irland und England neue Gemeinden. Auf der Grundlage von Prophetie kam es 1916 zur Gründung der ersten nationalen Kirche, genannt Apostolische Kirche Wales. Es war die erklärte Absicht der Gründer, dass Ortsgemeinden nach dem neutestamentlichen Gemeindebild geleitet werden sollten. Schwerpunkte dieses Leitungsmodells bildete der Apostel- und Prophetendienst sowie die Dienstgaben zur Erbauung des Leibes Christi nach Eph. 4,9-13.
 
Anfang des 20. Jahrhunderts bildeten sich weltweit, zum Teil durch souveränes Wirken des Heiligen Geistes und zum Teil durch Missionsarbeit von walisischen Erweckungsgemeinden, weitere Ortsgemeinden oder auch nationale Apostolische Kirchen. Die Bewegung fand bis Ende des 20. Jahrhunderts über 6 Millionen Mitglieder in mehr als 70 Nationen.

In Deutschland waren während der Zeit des Nationalsozialismus Pfingstgemeinden verboten. Nach dem Krieg haben sich Christen wieder regelmäßig getroffen, ihren Glauben miteinander zu teilen. Aus solchen Treffen ist unsere Glaubensgemeinschaft unter Mithilfe von Mitarbeitern aus Dänemark und Großbritannien hervorgegangen.

Die offizielle Gründungsversammlung fand am 29. September 1949 in Berlin-Lankwitz statt. Eine rechtliche Konstituierung als Gesamtverein durch Beschluss einer Satzung erfolgte am 15. Juni 1953 in Berlin-Neukölln. Die Eintragung in das Vereinsregister Berlin-Charlottenburg erfolgte am 28. Juni 1954 unter dem Namen „Apostolische Kirche - Urchristliche Mission e.V.“.
Den Zusatz „Urchristliche Mission“ erhielt die Kirche, um sie von Institutionen ähnlichen Namens zu unterscheiden und ihre Bindung an das urchristliche Gemeindebild zu betonen.

In Berlin unterhielt die Kirche nach dem 2. Weltkrieg Gemeinschaften in den Stadtteilen Wedding, Wilmersdorf, Kreuzberg, Spandau, Charlottenburg und Neukölln. Durch die Errichtung der Berliner Mauer 1961 und die damit einhergehende Trennung der Bevölkerung konnte nun die Hälfte der Mitglieder einzelner lokaler Gruppen nicht mehr zu den kirchlichen Veranstaltungen kommen. Dies war der bedeutendste Einschnitt auf das Wachstum der Berliner Gemeinden aufgrund politischer Einflüsse.

Die Gemeinden in West-Berlin wurden nach dem Mauerbau in Berlin-Neukölln, Kirchhofstraße 30 zusammengefasst. Nach der Trennung Berlins in Ost und West führte die Apostolische Kirche soziale Hilfsprojekte wie das Verpacken und Versenden von Hilfspaketen für DDR-Bürger durch und erhielt dafür größere finanzielle Unterstützung des Berliner Senats.

Als das Gemeindehaus, eine als Geschenk erhaltene Holzbaracke aus Dänemark, baufällig wurde, hat der Vorstand den Neubau eines Gemeindehauses am Rand der Gropiusstadt, in Berlin-Rudow, Zwickauer Damm 17, beschlossen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 26.07.1977, die feierliche Einweihung fand im Sommer 1978 statt. In Rudow („Z17“) ist die Gemeinde bis heute angesiedelt.

Zum Zwecke des Erwerbs der Rechtsfähigkeit nach bürgerlichem Recht in Deutschland hat sich die Kirche zunächst der Rechtsform eines einzelnen eingetragenen Vereins bedient. Durch die rechtliche Verselbständigung der Ortsgemeinden bestand aber die Notwendigkeit, wichtige Funktionen der Kirche in Form eines Dachverbandes ebenfalls in Form eines eingetragenen Vereins zu verfassen, den Dachverband Apostolische Kirche Deutschland e.V.
 
Seit 11.07.2015 (Gründungsversammlung) operiert die Gemeinde unter der Bezeichnung „Apostolische Kirche Berlin e.V.“. Der gemeinnützige Verein wurde am 09.09.2015 unter der Nummer VR 34338 B in das Vereinsregister Berlin-Charlottenburg eingetragen.


Stand: März 2016  jSCH

 

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